Ach! Na dann mal los…
… das bin ich, Moritz Möller, Assistent der Geschäftsführung und zusätzlich verantwortlich für IT (Netzwerkadministration, Webentwicklung – und beratung, Betreuung der Ausstellungstechnik der Berliner Nikolaikirche und des Kassensystems Beckerbillett), Design (Print, Web, Bildbearbeitung) und Veranstaltungsmanagement.
… und da komm ich her, genauer genommen aus Berlin Prenzlauer Berg. Ich bin 30 Jahre alt, studierter Kunsthistoriker und Romanist, einer der Fotografen bei „Ansichten von Aufsichten“ und Essayautor bei Berlin-Kreuzberg: Fotografien. Interessen sind: Kultur, Technik, Fahrrad fahren, Trampolin springen, Fotografie.
… und seit 2001 bin ich in der Stadtmuseum Berlin GmbH.
Und oft bin ich überall gleichzeitig. http://www.twitter.com/verlagm | http://www.facebook.com/verlagm | https://de.foursquare.com/venue/21747235 | http://www.xing.com/profile/Moritz_Moeller5. Fast ausschließlich unterwegs über ein iPhone.
Ich bin begeisterter Smartphone-User, benutze selbst viele Apps und Social Media. Damit hat das letztendlich auch mit der Kleist App angefangen . Als Computernutzer seit meinem 8. Lebensjahr und Internetnutzer seit über 15 Jahren, habe ich mich stets für die Möglichkeiten des Mediums begeistert. Während meiner Arbeit in der Stadtmuseum Berlin GmbH, anfangs nur im Bereich IT und Design, dachte ich oft, dass die Möglichkeiten des Mediums auch für Kultureinrichtungen intensiver genutzt werden können: zur Kommunikation, Wissensvermittlung und kulturellen Unterhaltung.
Im letzten Jahr (9.-10.9.2010), nachdem wir - das sind Christine Friedrich und ich - auf der stART10 Conference waren, öffnete sich nun ein Fenster dafür. Einerseits, weil die Konferenz uns nochmals deutlich die Chancen und den Nutzen des Mediums offenlegte und andererseits, weil uns die Komplexität mit der sich offline Kultur und online Nutzer begegnen können gefällt, so dass wir im Gespräch Ideen austauschten. Auch Apps waren ein Thema.
Ein knapper Monat verging, bis ein Freund mich auf den Ideenwettbewerb Apps4Berlin aufmerksam machte. Kurzerhand druckte ich die Unterlagen aus, ging zu Christine und sagte, da sollten wir mitmachen. Sie stand auf und machte erstmal einen Espresso in der Kaffeemaschine und überlegte. Wir hatten ja seit der Konferenz eine Idee und wollten uns in diesem Feld bewegen, argumentierte ich. Nach kurzer Diskussion einigten wir uns darauf ein Ideenkonzept zum Kleist Jahr 2011 einzureichen, dass sich wegen der Doppelausstellung Kleist: Krise und Experiment und dem umfangreichen Programm zum Kleist Jahr 2011 anbot, zumal die Ausstellung im Ephraim-Palais Berlin der Stiftung Stadtmuseum Berlin stattfindet und deren kommunikative Vermittlung als 100% Tochter eine unserer Aufgaben ist.
Wie das so ist, machen Ideen auch erstmal Arbeit. Ich kam aus dem Gespräch und musste jetzt ein Konzept entwickeln. Unter erhöhtem Schwierigkeitsgrad, da ich neben meiner Arbeit mit meinem Studienabschluss und Prüfungen beschäftigt war, die in denselben Zeitraum fielen. Aber wenn man viel arbeitet, wird man erstaunlicher Weise belastbarer. Also habe ich zum Thema Apps, dem Markt, Marketing und Museen recherchiert, ausgedruckt und das Textkonvolut an einem Sonntagnachmittag vor mir auf dem Bett ausgebreitet liegen gehabt. Wenige Tage später landete das Konzept per E-Mail bei Christine.
Nach kurzer Durchsicht Ihrerseits, einigen Erklärungen meinerseits, stellten wir die Idee der Kleist Beauftragten der Stadt Frankfurt Oder vor. Insbesondere praktische Fragen, z.B. wie finde ich die App und Fragen nach Nutzen und Zielgruppen waren für sie von Interesse. Es gelang uns, sie für das Projekt zu gewinnen. Parallel stellte Christine es kurz dem Verwaltungsdirektor des Stadtmuseums Berlin vor und auch dort wurde die Wettbewerbseinreichung befürwortet. Wir entschieden, uns mit der Idee, nicht mit einer Demoversion zu bewerben.
Am Tag der Abgabe, dem 30.11.2010 saßen wir bis nach 18 Uhr an den Wettbewerbsunterlagen, die noch gestaltet und redaktionell bearbeitet werden musste. Der Antrag war bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen abzugeben. Unsicher, ob wir um diese Zeit noch jemanden erreichen können, rief ich erstmalig die Berliner Behördennummer 115 an. Sie verbanden mich tatsächlich mit dem Pförtner, der mir versicherte, dass wir auch nach 18 Uhr noch Unterlagen einreichen können. Also ab ins Taxi und auf zum Senat.
Ich übergab die Unterlagen an der Pforte und mir wurde versichert, dass ich nicht der erste heute sei und schon gar nicht der Letzte. Aha, es gab also einige Mitbewerber.
Die Monate vergingen, der Jahreswechsel und viele andere Projekte kamen, ich habe mein Studium abgeschlossen. Vom Wettbewerb hörten wir nichts mehr, außer von einem Jurymitglied, dass sich bei uns meldete und uns anbot, ganz unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs, Kontakte herzustellen, die uns insbesondere zu den finanziellen Aufwänden beraten könnten, da er unsere Kalkulation für zu eng hielt. Immerhin hatte die Jury also das ganze Konzept gelesen.