Fundraisung

Von jetzt an mussten wir sehr schnell sein. Wir wollten die Kleist App entwickeln, hatten nur noch  3 Monate bis zur Ausstellungseröffnung, weder die volle Finanzierung für das Projekt, noch je eine App entwickelt, wussten aber, dass es locker 4 Wochen dauern kann bis Apple eine App geprüft und freigeschaltet hat. Effektiv waren also noch 8 Wochen Zeit.

Bereits am selben Tag informierten wir das Stadtmuseum und baten um grünes Licht, sowie eine Anschubfinanzierung. Man war uns wohl gesonnen und wir verständigten uns darauf, einen gemeinsamen Präsentationstermin zu finden, um die Idee vorzustellen. Selbiges organisierte Christine mit dem Kleist Museum Frankfurt (Oder), der Kleistbeauftragten Jacqueline Köster und dem Büro Iglhaut +von Grote, dass die Doppelausstellung Kleist: Krise und Experiment realisiert.

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Wir setzten uns an die Präsentation, teilten die App Idee in Entwicklungsschritte ein und erstellten ein Pflichtenheft, das Funktionalität, Kosten und Zeitplan enthielt. Eine Herausforderung war die genaue Beschreibung der Programmfunktionen. Uns stand dabei nicht nur Jens beratend zur Seite, auch meine eigene Programmiererfahrung half hier weiter.

Aus organisatorischen Gründen fand die Präsentation für die Partner erst am 1.4.11 statt. Ich war gut nervös. Aber es gelang uns im laufenden Projektjahr Mittel zur Umsetzung der ersten Phase zu bekommen und die Partner von den Möglichkeiten der App zu überzeugen. Auch das ein Grund zur Freude, denn im allgemeinen sind Projektmittel zu diesem Zeitpunkt längst verplant und das Interesse muss schon sehr groß sein, wenn Partner sich auch finanziell beteiligen.

Im Museumsbereich gibt es erfahrungsgemäß Vorbehalte gegenüber neuen Technologien und oft fehlt den Projektpartnern die eigene Erfahrung mit Smartphones und Social Media. Dennoch herrscht eine gewisse Sensibilität für diese Medien, da auch Kuratoren und Direktoren von Facebook, Twitter und Smartphones schon gehört haben, und diese im Alltag bei einer jüngeren Zielgruppe auch im Gebrauch sehen. Marktzahlen und die Vorstellung, wie sich diese Technologien für Inhalte und Vermittlung nutzen lassen, halfen dann bei der Überzeugungsarbeit.

Besonders gelungen war aber die Android Demo App, die Jens  freundlicherweise erstellt hatte. Damit konnten unsere Zuhörer selbst die haptische Erfahrung mit einem Smartphone machen und sehen, dass Inhalte zu Kleist auf dem Gerät möglich sind.

Die von Jens entwickelte Demo, die Tatsache, dass er den Source Code den Partnern zur Weiterentwicklung anschließend als Open Source zur Verfügung stellt, und seine Erfahrung als Programmierer in Kulturprojekten qualifizierten ihn letztendlich zu unserem Entwickler. Zudem bot er uns an, die Kleist App für Android und iPhone zu entwickeln.